Der ultimative Leitfaden für Suchmaschinenoptimierung (SEO) im E‑Commerce

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten online tätigen Unternehmen im Bereich E‑Commerce angesiedelt sind: Ein Unternehmen bietet Produkte oder Dienstleistungen an und interagiert mit Kund*innen, die diese mit wenigen einfachen Klicks kaufen möchten. Aber ganz unabhängig von den demografischen Merkmalen Ihrer Kundschaft sind SEO-Strategien im E‑Commerce entscheidend, um den Absatz zu steigern und neue Kund*innen zu gewinnen.

Heute befassen wir uns mit Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) im E‑Commerce und damit, wie Ihr Unternehmen diese Einblicke nutzen kann, um seinen Kundenstamm zu vergrößern und mehr Umsatz zu generieren.

Der ultimative Leitfaden für Suchmaschinenoptimierung (SEO) im E‑Commerce 

Auf den Ergebnisseiten einer Suchmaschine gesehen zu werden, wird inmitten einer unüberschaubaren Konkurrenz von Websites, die allesamt um die Aufmerksamkeit potenzieller Käufer*innen buhlen, zur echten Herausforderung. Sie müssen alles dafür tun, dass Kund*innen auf Ihre Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam werden und Sie bei der Onlinesuche finden können. Die beste Website der Welt hilft nichts, wenn niemand etwas von ihr weiß.

Für die meisten Internetnutzer*innen (in Zahlen: 92 %) ist Google die Suchmaschine der Wahl. Sie sollten sich daher unbedingt an Keywords orientieren, nach denen potenzielle Kund*innen suchen, damit Ihre Website und Ihre Inhalte als relevante Antworten auf ihre Fragen angezeigt werden. Mithilfe von Best Practices für SEO gelingt es Ihnen, dabei möglichst weit oben zu erscheinen.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass Google keine Details dazu preisgibt, wie genau der Algorithmus Websites rankt, und viele Aspekte des Ranking-Systems für organische Suchergebnisse streng vertraulich behandelt. Anhand der wenigen bekannten Informationen ist es SEO-Expert*innen jedoch gelungen, einige Best Practices zusammenzustellen.

Kennen Sie Ihr Geschäft in- und auswendig 

Dies mag selbstverständlich erscheinen, spielt aber bei der Verbesserung Ihrer E‑Commerce-Website und SEO eine entscheidende Rolle. Durch Kenntnis Ihrer Produkte oder Dienstleistungen können Sie Ihre Zielgruppe genau bestimmen und müssen diese anschließend nur noch besser kennenlernen und herausfinden, wie Sie sie ansprechen können.

Besucher*innen möchten, dass die Inhalte, die ihnen angezeigt werden, für ihre Suchen relevant sind. Ungeachtet demografischer Faktoren werden diese Kund*innen weder Ihr Produkt kaufen noch Ihre Beiträge lesen, wenn Sie ihnen keine hilfreichen Antworten für ihre aktuelle Suchanfrage liefern.

Setzen Sie sich SMARTe Ziele 

Wie jedes andere Ziel auch sollten Ihre Unternehmensziele vor allem eins sein: SMART. Das Akronym steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert und beschreibt die Kriterien einer gelungenen Zielsetzung.

Indem Sie Ziele festlegen, können Sie Ihren Fortschritt messen und überprüfen, ob Sie mit neuen Marketing-Strategien auf dem richtigen Weg sind oder weitere Feinabstimmung notwendig ist. Darüber hinaus wirken sie motivierend und schaffen Klarheit, denn sie verdeutlichen, was erreicht werden soll, und ermöglichen so entsprechende Planung.

Denken Sie daran, dass Ziele angepasst werden können. Wenn Sie ein Ziel erreicht haben, nehmen Sie sich etwas Zeit, um den Erfolg zu feiern, bevor Sie sich für den nächsten Schritt neu ausrichten. Wenn Sie hingegen die selbst gesetzte Frist überschreiten, ohne das Ziel erreicht zu haben, sollten Sie den Rahmen der Möglichkeiten kritisch überdenken. Ist das Ziel möglicherweise zu hoch gesteckt?

Wenn ja, verfolgen Sie stattdessen zunächst ein kleineres oder eingeschränkteres Ziel, bei dem Sie anschließend ansetzen können. Anderes gilt jedoch, wenn das Ziel aufgrund von voraussichtlich einmaligen unvorhergesehenen Ereignissen oder äußeren Einflüssen verfehlt wurde. In diesem Fall sollten Sie erwägen, die Zielsetzung beizubehalten und die Frist zu verlängern.

Behalten Sie Wettbewerber im Blick 

Einen guten Eindruck vom Geschäftsumfeld verschaffen Sie sich beispielsweise, indem Sie andere Wettbewerber beobachten. Suchen Sie nach etablierten Unternehmen in Ihrem Tätigkeitsbereich und finden Sie heraus, was sie richtig machen.

Sie sollten nicht jeden Aspekt ihrer Strategie eins zu eins übernehmen, aber wenn viele Unternehmen in Ihrer Branche auf eine bestimmte Art und Weise vorgehen, gibt es wahrscheinlich einen guten Grund dafür.

Identifizieren Sie relevante Keywords 

Je besser Sie Ihr Unternehmen und Ihre Kund*innen kennenlernen, desto deutlicher zeichnen sich die Keywords ab, mit denen Ihr Unternehmen verknüpft werden sollte. Mit den richtigen Keywords generieren Sie mehr Traffic und steigern die Konversionsrate, indem Sie ihr hohes Suchvolumen ausnutzen.

Sie sollten darauf achten, Ihre Keyword-Recherche auf Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Ihre Inhalte auszurichten. Gestalten Sie Ihre Keywords jedoch nicht zu vage, denn dann erhalten Sie womöglich Klicks von Personen, die nach etwas ganz anderem suchen. Wenn Nutzer*innen nicht die gesuchten Informationen finden, kann sich dies theoretisch nachteilig auf Ihre Rankings in der Suche auswirken: Der Knowledge Graph einer Suchmaschine erkennt in dem Fall, dass Ihre Links in den Suchergebnissen nicht angeklickt werden. Daneben berücksichtigen Suchmaschinen auch Ihre Bounce-Rate.

Überprüfen Sie außerdem immer die Wettbewerbsfähigkeit der von Ihnen ausgewählten Keywords. In einer Konkurrenz mit Branchenriesen oder unzähligen anderen Websites mit denselben Keyword-Ideen wird Ihr Unternehmen womöglich niemals weit genug in den Rankings und der Domain Authority von Suchmaschinen steigen, um durch Sichtbarkeit Kund*innen anzuziehen.

Vermeiden Sie jedoch die übermäßige Nutzung von Keywords. Google wird Websites niedriger ranken, wenn diese immer wieder die gleichen Keywords wiederholen, anstatt auf Content-Marketing zu setzen und natürlich klingende Inhalte zu erstellen, die ihren Leser*innen einen Mehrwert bieten.

Gestalten Sie Ihre Website einfach und unkompliziert 

Haben potenzielle Kund*innen Sie online erst einmal gefunden, gilt es als Nächstes, ihnen eine einfache Navigation auf Ihrer E‑Commerce-Website zu ermöglichen. Die Architektur Ihrer Website sollte dabei gewährleisten, dass sie Gesuchtes leicht finden können, ohne Zeit mit wenig hilfreichen Suchergebnissen oder auf Seiten mit langen Ladezeiten zu verschwenden.

Interaktives Design 

Wenn Sie Benutzer*innen eine Plattform bieten, mit der sie interagieren können, fühlen sie sich stärker mit Ihrer E‑Commerce-Website und Ihren Inhalten verbunden. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen: in Form von Bewertungen für Produkte oder Dienstleistungen, Foren zur Beantwortung von Fragen oder durch anderweitige Möglichkeiten zum Austausch.

Suche mittels maschineller Sprachverarbeitung 

Wenn Ihre Kund*innen Fragen haben, wollen sie nicht erst lange an der richtigen Kombination von Stichwörtern herumraten, um die gesuchte FAQ- oder Antwortseite zu finden. Sie möchten ihre Fragen auf ganz natürliche Art und Weise formulieren, ganz so, als würden sie sie einem menschlichen Gegenüber stellen. Mit einer KI-gestützten Website-Suche, die natürliche Sprache maschinell verarbeiten kann, erleichtern und beschleunigen Sie die Suche für Ihre Kund*innen.

Erstellen Sie hilfreiche Blog-Inhalte 

Blogs sind für Kund*innen und Marken in vielerlei Hinsicht äußerst hilfreich. Für Kund*innen stellen sie eine Möglichkeit dar, das Unternehmen besser zu verstehen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was es mit seinen Produkten oder Dienstleistungen erreichen will. Diese menschliche Komponente bringt Kund*innen und Marken auf einer persönlicheren Ebene zusammen.

Der Hauptzweck eines Blogs besteht jedoch darin, den Bekanntheitsgrad Ihrer Marke zu steigern und durch Keywords, Linkbuilding, Backlinks, technische SEO und interne Links die Chance zu erhöhen, dass Kund*innen auf Ihre Website stoßen. So können Sie beispielsweise den Keyword-Planer von Google nutzen, um den Namen Ihres Produkts zu recherchieren und eine Keyword-Liste für Ihre konkreten Produkte oder Dienstleistungen zu erstellen.

Blogs können auch Keywords enthalten, für die ansonsten vielleicht kein Platz in Ihrem Online-Shop oder auf Ihren Produktseiten und Kategorieseiten gewesen wäre, die aber inhaltlich verwandt genug sind, um relevanten und organischen Traffic zu erzeugen.

Außerdem liefern Blogs Antworten auf Fragen oder bieten Anleitungen zur Verwendung von Produkten. Diese Informationen sind für Kund*innen sehr wertvoll, denn sie ersparen ihnen den Anruf bei Ihrem Support-Center – und Ihrem Unternehmen gleichzeitig Gemeinkosten.

Longtail-Keywords 

Longtail-Keywords bezeichnen Suchbegriffe mit mehr als einem Wort. Diese werden häufig bei der Online-Suche nach spezifischen Produkten oder Dienstleistungen eingesetzt, zu denen zuvor bereits etwas Recherche betrieben wurde. Wenn Sie herausfinden, welche Longtail-Keywords zu Ihren Produkten passen, können Sie diese Formulierungen in Ihren Blog-Beiträgen aufgreifen und so Ihre Auffindbarkeit weiter fördern.

Orientieren Sie sich beim Titel Ihres Blogs oder Ihrer ersten Überschrift an diesen Longtail-Keywords. Dies ist eine gute Möglichkeit, Ihre Rankings in Suchmaschinen zu verbessern und die Bedürfnisse Ihrer Kund*innen direkt anzusprechen.

Verstehen Sie den Customer Buying Cycle

Der Customer Buying Cycle umfasst fünf Phasen, mit denen Sie vertraut sein und die Sie bewusst zur Steigerung der Konversionsrate fördern sollten.

  • Bewusstsein – die erste Phase, in der Kund*innen ein Bedürfnis feststellen. Als Nächstes werden sie beginnen, sich einen Überblick über ihre Optionen zu verschaffen – das ist der Moment, in dem Ihre Website auftauchen muss.
  • Recherche – die zweite Phase, in der Kund*innen beginnen, Informationen über ihre Optionen einzuholen. Dabei recherchieren sie häufig zunächst auf Websites, lesen vielleicht ein paar Blog-Beiträge oder sehen sich Produktbewertungen an.
  • Vergleich – die dritte Phase, die eigentlich eine Erweiterung der zweiten Phase darstellt, wobei Kund*innen die Auswahl inzwischen auf einige wenige Anbieter eingegrenzt haben. Ihre Keyword-basierten Suchen konzentrieren sich auf den direkten Vergleich zwischen Ihrem Geschäft oder Produkt und dem eines Wettbewerbers.
  • Kauf – die vierte Phase, in der Kund*innen ihren Kauf tätigen. An dieser Stelle sind keine starken Calls‑to‑Action notwendig, denn die Kaufentscheidung ist bereits zu Ihren Gunsten gefallen. Wichtig ist nur, dass Sie den Kaufprozess zu einfach wie möglich gestalten.
  • Kundenbindung – die Phase, die alles umfasst, was nach dem Kauf passiert. Bieten Sie Ihren Kund*innen ein fantastisches Erlebnis, sodass Sie in Zukunft zu Ihnen zurückkehren.

Fazit

Ein fundiertes Verständnis von Suchmaschinenoptimierung spielt für den Erfolg als E‑Commerce-Store eine wesentliche Rolle. Wenn Sie Keywords und Blog-Beiträge einsetzen, um Kund*innen auf Ihre Website zu locken und in den Suchergebnissen hoch zu ranken, sind Sie auf dem besten Weg, Ihre Produkte oder Dienstleistungen bekannt zu machen. Wenn Sie die Kund*innen erst einmal überzeugt haben, sorgen Sie dafür, dass Sie mit einer unkomplizierten Website auf ihre Bedürfnisse eingehen können, und Sie haben beste Erfolgsaussichten.

Kontaktieren Sie uns noch heute und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihren Absatz ankurbeln und mehr Kund*innen auf Ihre Website aufmerksam machen können.

 

Quellen:

The Definitive Guide to Ecommerce Search Engine Optimization (E-Commerce-SEO – der ultimative Guide) 140 Kommentare | Neil Patel

SMART Goal – Definition, Guide, and Importance of Goal Setting (SMARTe Ziele – Definition, Anleitung und Bedeutung der Zielsetzung) | Corporate Finance Institute

The Ultimate Guide to SEO for E-commerce Websites – Neil Patel (Die komplette SEO-Anleitung für E‑Commerce-Webseiten und Onlineshops – Neil Patel) | Neil Patel

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