Ein Leitfaden für das Design der Benutzeroberfläche (UI)

Eine gelungene Mensch-Computer-Interaktion ist für jede Website, jeden Online-Service und jedes Online-Unternehmensprofil entscheidend.

Das Letzte, was Sie wollen, ist, dass sich potenzielle Kund*innen von Ihrer Website abwenden, weil die Seite eines Wettbewerbers weniger verwirrend und leichter zu bedienen war. 

Aber beachten Sie, dass Benutzer*innen nicht nur Wert legen auf eine ansprechende Ästhetik. Vielleicht handelt es sich hierbei sogar um den Aspekt, der sie am wenigsten interessiert. Benutzer*innen bevorzugen Websites, die ausgezeichnet funktionieren, leicht zu bedienen sind und deren Lesbarkeit ansprechend und relevant ist. 

Eine gut gestaltete Seite kann den Unterschied bei Ihren Conversion-Raten machen. Und bei  1,8 Milliarden Websites, die den Nutzer*innen im Internet zur Verfügung stehen, ist es wichtiger denn je, dass Ihre Website heraussticht. 

Es ist entsprechend unumgänglich, Zeit in die Entwicklung einer gelungenen Website, die leicht zugänglich und benutzerfreundlich ist, zu investieren. Es spielt dabei keine Rolle, ob Ihr Unternehmen Experte im Bereich Softwareprodukte ist oder der Schwerpunkt anderweitig liegt, eine gut gestaltete UI ist eines der wertvollsten Tools, um Benutzer*innen auf Ihre Website zu holen und sicherzustellen, dass sie gerne zurückkehren.

Was ist User Interface Design?

Das User Interface Design oder UI-Design bezeichnet die Anordnung der Inhalte und Produkte auf Ihrer Website sowie die Art und Weise, wie Benutzer*innen mit Ihrem Produkt interagieren. Es gibt heutzutage dank der Zunahme von Technologien verschiedene Arten von Benutzeroberflächen wie etwa das visuelle Interactive Design, dass Ihnen wahrscheinlich am ehesten vertraut ist.

Es gibt jedoch auch sprachgesteuerte Schnittstellen wie etwa Siri oder Cortana, die immer beliebter werden, und in der Zukunft erwarten uns gestenbasierte Schnittstellen, da virtuelle und erweiterte Realität immer populärer und verfügbarer wird. 

Der Begriff User Experience Design (UX-Design) erscheint identisch, aber hierbei handelt es sich eher um einen Oberbegriff, der sich mehr mit dem eigentlichen Inhalt auseinandersetzt, also damit, wie Benutzer*innen Ihr Produkt wahrnehmen und mit ihm interagieren.

Das UI-Design konzentriert sich stärker auf die Präsentation des angebotenen Service. Die von Ihnen ausgewählten Farben, Bilder, Logos, Animationen sowie das allgemeine Layout der Website sind allesamt Beispiele für das User Interface Design.

Eigenschaften eines gelungenen User Interface Designs

Zahlreiche Faktoren fließen in die Gestaltung eines erfolgreichen UI-Designs ein.

Und obwohl man meinen könnte, dass die Ästhetik hierbei im Vordergrund steht, konzentrieren sich die meisten Benutzer*innen vor allem auf Funktionalität und nicht auf die Form. 

Vermeiden Sie dennoch, dass der Look Ihrer Website nicht ansprechend ist. Eine stilvolle Präsentation ist auch weiterhin ein wichtiger Faktor. Aber Zeit in die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website oder Anwendung zu investieren, kann die Bedürfnisse Ihrer Benutzer*innen am besten erfüllen. 

Einflussmöglichkeiten der Benutzer*innen

Bei der Nutzung Ihrer Unternehmenswebsite oder Serviceanwendung sollten Benutzer*innen das Gefühl haben, die Oberfläche zu beherrschen und nicht, von ihr beherrscht zu werden. 

Dies verstärkt die Benutzerfreundlichkeit und erhöht somit die Verweildauer auf Ihrer Plattform, was wiederum zu höheren Conversions aus den Benutzer*innen führt.

Eine einfache Möglichkeit, um Benutzer*innen das Gefühl von Kontrolle zu geben, ist die Integration einer Undo-/Redo-Funktion. Ob Benutzer*innen etwas in einem Editor erstellen oder eine Reihe von Datenprotokollen eingeben, sie fühlen sich wohler, wenn sie wissen, dass sie ihre Fehler rückgängig machen können. 

Setzen Sie auf vereinfachte Anwendungen

Dies mag sehr offensichtlich erscheinen, aber alle irrelevanten Elemente auf Ihrer Website zu reduzieren, macht Ihre Seite übersichtlicher und vereinfacht die Bedienung für Ihre Kund*innen.

Vermeiden Sie unnötige Wege beim Navigieren. Halten Sie die Dinge einfach und überschaubar, sodass das Gesuchte leicht zu finden ist. Auch die Verwendung einfacher Begrifflichkeiten kann hierbei helfen. Verzichten Sie auf die Nutzung ungewöhnlicher Ausdrücke, nur um sich abzuheben. 

Belassen Sie auch die Benutzer-Interaktion eher einfach. Werden Ihre Kund*innen mehr als einmal nach den gleichen Informationen gefragt? Oder müssen Kund*innen zahlreiche Hürden bis zum Ziel überwinden? 

Benutzer*innen wollen so wenig wie möglich Daten eingeben.

Begrenzen Sie die Menge des Contents auf Ihrer Website und reduzieren Sie den Aufwand, den Benutzer*innen betreiben müssen, um ihr Ziel zu erreichen. 

Konsistenz ist ein Schlüsselfaktor

Die Konsistenz im gewählten Design trägt dazu bei, dass Benutzer*innen sowohl Ihre Website wie auch Ihr Produkt schneller verstehen. Sie fühlen sich somit schneller wohl. 

Wenn Sie etwa die „Kaufen“-Schaltfläche auf einer Seite anders gestalten, als die „Kaufen“-Schaltfläche auf der nächsten Seite, verschwenden Ihre Kund*innen vielleicht wertvolle Zeit damit sicherzustellen, dass diese Schaltfläche auch die richtige ist. 

Inkonsistenz im UI-Design kann schlampig oder gar betrügerisch wirken. Dies kann dazu führen, dass Kund*innen Ihre Website sofort verlassen und sich nach einer Alternative umsehen.

Mobile Nutzung

Nahezu die Hälfte aller Online-Nutzer verwenden inzwischen ein mobiles Gerät, daher müssen Sie darauf achten, dass Ihr Layout mobilfreundlich gestaltet ist.

Dies ist recht einfach in der Umsetzung, aber heutzutage unumgänglich. 

Responsives Feedback

Interaktion auf Ihrer Website sorgt dafür, dass Benutzer*innen sich auf Ihrer Website umsorgt und einbezogen fühlen. Viel ist hierfür nicht nötig. 

Ein einfaches Beispiel: Ein Benutzer klickt auf eine Schaltfläche und die Schaltfläche reagiert darauf, in dem sie die Farbe wechselt. Selbst eine so einfache Anzeige vermittelt dem Benutzer das Gefühl, dass seine Eingabe erfolgreich war.

Sie können natürlich auch etwas komplexere Feedback-Optionen für weniger genutzte Schaltflächen oder Aktionen in Betracht ziehen. Animationen oder unkomplizierte Pop-ups zeigen dem Kund*innen ebenfalls, dass seine Eingabe eingegangen ist und sofort bearbeitet wird. 

Praktische Navigation

Ihre Benutzer*innen sollten immer wissen, wie sie von einer Seite zur nächsten oder der vorherigen gelangen. 

Die Navigation der Website sollte einfach und geradlinig sein. Klare und leicht verständliche Eingaben können hierbei eine wichtige Unterstützung bieten, wenn es darum geht, Benutzer*innen in die richtige Richtung zu leiten.

Die Schaltflächen und Pfade sollten, genauso wie visuelle Signale, nicht nur ästhetische Ansprüche erfüllen, sondern auch offensichtlich gestaltet sein, sodass Benutzer*innen wissen, wohin sie die einzelnen Wege führen.

Eine einfache und zuverlässige Möglichkeit, eine zusätzliche Ebene der Navigation hinzuzufügen, ist die Implementierung einer internen Suchmaschine. Anstatt, dass dieBenutzer*innen sich durch die verschiedenen Seiten Ihrer Website kämpfen müssen, kann eine Suchmaschine sie schneller an das gewünschte Ziel bringen.

Dies steigert Ihre Conversion-Rate und gibt Ihnen die Möglichkeit, ähnliche Produkte vorzuschlagen und wertvolle Verbraucherdaten zu sammeln.

Berücksichtigen bei Ihrem Design Benutzer*innen jedes Erfahrungslevels

Unabhängig davon, ob Sie eine Benutzeroberfläche für Ihre Anwendung oder Ihren Online-Shop entwickeln, sollten Sie sich immer auf Ihre Zielgruppe konzentrieren und im Blick behalten, für wen Sie das Design entwickeln. 

Benutzer*innen verfügen heutzutage über viel technologische Erfahrung und mit potenziell ähnlichen Schnittstellen wie der Ihren. Ist Ihr Design jedoch allzu kompliziert, werden Ihre Kund*innen am Ende vielleicht doch Ihre Wettbewerber vorziehen. 

Selbst wenn Ihre Zielgruppe aus technikaffinen Benutzer*innen bestehen, ist es eine gute Idee, eine Startseite zu konzipieren, die auch neuen Benutzer*innen auf Einstiegs-Level einen Nutzen bietet. 

Das Hinzufügen einer optionalen „Überspringen“-Schaltfläche kommt auch jenen zugute, die sie nicht benötigen. So bieten Sie auch unerfahrenen Benutzer*innen die Möglichkeit zu lernen, wie sie Ihre Benutzeroberfläche verwenden können, ohne die Zeit der Benutzer*innen zu verschwenden, die keine Hilfestellung benötigen.

Etablieren Sie positive Fehlererlebnisse

Selbst die am besten durchdachten Schnittstellen können Fehler enthalten. Es kann vorkommen, dass Benutzer*innen nach etwas suchen, das nicht vorhanden ist, oder das System selbst funktioniert nur fehlerhaft. 

Erstellen Sie ein einladendes und nützliches Fehlerprotokoll. Damit können Sie Ihre Benutzer*innen beruhigen und mögliche Frustrationen reduzieren. Bieten Sie ihnen Hilfestellungen dabei an, wie sie das finden, was sie suchen, und verzichten Sie auf enervierende „Ups“-Fehlermeldungen.

Fazit

Eine gut gestaltete Benutzeroberfläche kann die Erfahrung Ihrer Kund*innen wesentlich verbessern. Das führt wiederum dazu, dass sie zu Ihnen zurückkehren. 

Indem Sie Anforderungen und Bedürfnisse antizipieren, erschaffen Sie eine Website oder Anwendung, die den Ansprüchen der Kund*innen entgegenkommt, anstatt für Frustrationsmomente zu sorgen.

Halten Sie Ihre Schnittfläche klar und einfach – überfordern Sie Benutzer*innen nicht. Ein Hauch von interaktiver Reaktionsfähigkeit kann viel dazu beitragen, dass sich Kund*innen auf Ihrer Seite wohlfühlen. 

Design, sowohl in Form als auch in Funktion, sollte konsistent sein, damit Benutzer*innen sicher und selbstbewusst auf Ihrer Website navigieren kann. 

Kund*innen verlassen sich auf einen einfachen und angenehmen Service, und Sie bieten ihnen gleichzeitig die Produkte, die sie benötigen. 

Wir sind zuversichtlich, dass Sie Ihr Online-Business mit diesem Leitfaden zur Erstellung einer erfolgreichen Benutzeroberfläche auf Erfolgskurs bringen. 

Quellen:

Internet Statistics | Oberlo

Share of Website Traffic Coming From Mobile Devices | Statista

Convert Visitors Improving Internal Site Search | CXL.com

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