4 grundlegende Fehler, die Sie beim Aufbau Ihres MarTech-Stacks vermeiden können

Häufige Fehler beim Aufbau eines MarTech-Stack

Zurzeit befinden sich mehr als 7.040 MarTech-Lösungen auf dem Markt — vor knapp 10 Jahren waren es gerade mal 150 Lösungen. Wenn man täglich eine neue Lösung ausprobieren würde, würde es beinahe 20 Jahre dauern, bis man alle Lösungen getestet hätte. 

Hält man sich diese Zahlen vor Augen ist es kaum verwunderlich, dass Marketern beim Aufbau eines MarTech-Stacks für ihr Unternehmen immer wieder Fehler unterlaufen. Wie kann man sich sicher sein, welche Tools tatsächlich benötigt werden? Inwiefern führen die für diese Lösungen eingesetzten Ausgaben tatsächlich zu einem besseren Kundenerlebnis, zu einem höheren ROI? 

Natürlich gibt es keine Einheitsformel für die Erstellung des perfekten MarTech-Stacks. Indem Sie die vier folgenden Fehler vermeiden, sorgen Sie jedoch unabhängig von Ihrem Unternehmenstyp garantiert dafür, dass Sie die richtigen Daten sammeln, die gewünschten Kunden erreichen und Ihre Rentabilität maximieren.

Fehler 1: Einkauf von Tools ohne klare Zielsetzung oder Planung

In vielen Fällen ist der einfachste Ratschlag zugleich der wichtigste. Stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen seine Hauptmarketingziele klar festgelegt hat und dass ausreichend Recherchearbeit in den Nutzen bestimmter Software und Online-Tools gesteckt wurde, bevor Sie sich an die umfangreiche Liste mit über 7.000 Marketinglösungen wagen. Nur so können Sie zielgerichtet arbeiten und sicherstellen, dass Ihr MarTech-Stack die gewünschten Ergebnisse für Ihr Unternehmen erzielt.  

Falls Sie bereits Tools für bestimmte Zwecke erworben haben, ist das natürlich kein Grund zur Sorge — die meisten von uns sind im Besitz solcher Tools. Viele Unternehmen haben folgenden Gedankengang: „Wir brauchen ein Tool für das Social-Media-Marketing; und dann bräuchten wir auch noch eine Lösung für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM).“ Erst bei näherem Hinschauen bemerken sie dann, dass sie höchstwahrscheinlich bessere Ergebnisse erzielen, wenn diese zwei Tools zusammenarbeiten können.

Kelly J. Waffle, ein wahrer Veteran des digitalen Marketings, hat erst kürzlich in einem Beitrag für Business 2 Community darauf hingewiesen, dass wir viel zu selten das große Ganze betrachten und nach dem Warum fragen. „Möchten wir mit dieser Technologie schneller neue Kunden gewinnen? Möchten wir unsere Interaktion mit Bestandskunden optimieren? Möchten wir Kundenverhalten und Conversion rate analysieren und vorhersagen? Selbst wenn wir all diese Fragen mit einem ‚Ja‘ beantworten, müssen wir konkrete Prioritäten setzen und planen, wie wir sie erreichen können. Wir sollten innehalten und eine Strategie entwickeln, die uns als Grundlage dient. Dieser Ansatz wird sich langfristig sicherlich auszahlen.“

Fehler 2: Statt in „Berührungspunkten“ in „Kanälen“ denken

Die Vorstellung, dass Marketing über „Kanäle“ erfolgt, anstatt es direkt an den Kunden zu richten, ist veraltet. Ihre Kunden sind und bleiben dieselben Personen, unabhängig davon, ob sie ihre Recherche zu Ihrer Marke auf dem Mobilgerät betreiben, Ihre Werbeanzeigen auf einem Desktop-Gerät sehen oder den Weg zu Ihrem Geschäft über Google Maps aufrufen. Heutzutage geht es darum, diese Kunden direkt über Berührungspunkte auf ihren Journeys anzusprechen und mit ihnen zu interagieren. 

Ihre Marketingstrategie sollte darauf ausgerichtet sein, Ihre Kunden in den entscheidenden Schlüsselmomenten anzusprechen, in denen diese mit Ihrer Marke interagieren. Dementsprechend sollten Sie sicherstellen, dass die Tools in Ihrem MarTech-Stack Sie genau dabei unterstützen können. 

Fehler 3: Separate Datenspeicherung in Datensilos

Des Weiteren sollten Sie sicherstellen, dass in Ihrem Unternehmen – und insbesondere im Rahmen Ihrer Marketingtätigkeiten – keine Datensilos entstehen. Es ist wichtig, dass Ihre Daten von einem Tool Ihres Stacks nahtlos in die anderen fließen können, sodass Sie Ihren Kunden während ihrer gesamten Journey ein bestmögliches Kundenerlebnis bieten können.

„Die moderne Customer Journey ist dynamisch und vielschichtig: 50 % aller Kundeninteraktionen während der Journey erfolgen im Rahmen verschiedener Events und in mehreren Kanälen,“ beschreibt MarTech Advisor die aktuelle Situation. „Ein oft begangener Fehler im Zusammenhang mit MarTech liegt deshalb in der Aufbewahrung von Datensilos in Ihrer Technologie und Strategie. Datensilos verhindern, dass Sie einen umfassenden, transparenten Einblick in die Customer Journey erhalten. Dieser Einblick ist jedoch essenziell, um erfolgreich mit Kunden interagieren zu können.“

Fehler 4: Das Sucherlebnis nicht als Teil des MarTech-Stacks betrachten

Wie oben bereits erwähnt, liegt der Fokus beim Aufbau eines MarTech-Stacks oftmals auf den Kundeninteraktionen per E-Mail, Social Media und weiteren Plattformen, und darauf, wie diese Interaktionen so reibungslos wie möglich ablaufen können. Zahlreiche Marken vergessen dabei das Schlüsselelement ihres Marketing-Stacks – das Sucherlebnis. Manchmal geht es sogar so weit, dass sie sich nur auf den Kauf von Keywords konzentrieren und gar nicht mehr an den Rest des Sucherlebnisses denken.

Doch wie finden Kunden während des Kaufprozesses Antworten auf ihre Fragen? Wo suchen sie nach Informationen? Die Antwort ist simpel: Sie suchen. 71 % aller Kunden beginnen ihre Journey mit einer Suchmaschine und 90 % dieser Kunden geben an, dass sie Suchdienste injeder Phase ihres Kundenlebenszyklus nutzen 

Wenn Sie Ihr Sucherlebnis nicht als grundlegenden Teil Ihrer Marketingstrategie verwalten, lassen Sie einen der wichtigsten Wege außer acht, über die Kunden von heute Ihre Marke entdecken und mit ihr interagieren. Diese Lücke in Ihrem MarTech-Stack sollte dringend geschlossen werden – stellen Sie sicher, dass Ihr Sucherlebnis zu einer Priorität wird.

Weitere Informationen darüber, wie sich das Sucherlebnis von Kunden verändert, finden Sie in dem Beitrag Die Customer Journey beginnt mit einer Frage.

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