Drei entscheidende Suchtrends die den Einzelhandel 2020 prägen werden

Suchtrends im Einzelhandel

Vor nicht allzu langer Zeit verlief die Customer Journey im Einzelhandel vollkommen linear. Der eigentliche Kauf erfolgte schließlich in einem physischen Geschäft. Heute sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Nun sind es die Kunden, die die Kontrolle über ihre Journey besitzen. Sie suchen viel mehr, stellen mehr Fragen und schließen Käufe an mehr Orten als je zuvor ab. 

Vor diesem Hintergrund muss Ihr Unternehmen auf diesen Wandel strategisch klug mit dem richtigen Ansatz reagieren. Selbstverständlich ist es nicht leicht, sich dafür von der eigenen Routine zu befreien. Dabei können aber gerade das Verständnis für das Große und Ganze sowie vorausschauendes Denken und Brainstorming später einen Wettbewerbsvorteil für Sie bedeuten. Und wann ist die beste Zeit, um sich mit Ihrer Marketingstrategie für die Online-Suche auseinanderzusetzen, wenn nicht an den Feiertagen? In einem Forschungsprojekt von Yext haben Malcolm Higenyi und Max Davish herausgefunden, dass bestimmte Suchtypen im Zusammenhang mit dem Einzelhandel zwischen Thanksgiving und Weihnachten stark zunehmen – allein am Black Friday überstiegen die Wegbeschreibungsanfragen für Bekleidungsgeschäfte den Durchschnitt um 83 Prozent. 

Sie als Marke müssen diesen Anstieg nutzen und online korrekte Informationen über sich angeben. So werden Sie in den Suchergebnissen von Kunden mit hoher Kaufabsicht angezeigt, was wesentlich für Ihr Umsatzwachstum ist.

Wir gehen natürlich davon aus, dass Ihre Marke hervorragend auf die Feiertage 2019 vorbereitet war, um im Suchbereich Erfolg zu haben. Es schadet jedoch nicht, so früh wie möglich darüber nachzudenken, wie Sie sich im Jahr 2020 noch weiter verbessern können. Damit Sie sich strategisch klug aufstellen und Ihren Konkurrenten einen Schritt voraus sind, haben wir drei entscheidende Suchtrends zusammengetragen, die 2020 den Einzelhandel beeinflussen werden.

1. Second-Hand-Artikel und Re-Commerce werden für die Suche immer wichtiger.

Während in der Vergangenheit viele Kunden den Kauf bereits getragener Kleidung noch für undenkbar hielten, haben heute innovative Unternehmen wie Rent the Runway und Vivrelle mit dieser Einstellung gebrochen. Sie haben den Weg für eine völlig neue Art des Einkaufs von Luxusartikeln geebnet. Laut National Retail Federation (NRF) belegen Daten von ThredUp, einem Online-Shop, und Global Data, einer Firma für Retail Analytics, dass der Second-Hand-Markt in den USA im Jahr 2018 einen Wert von 24 Milliarden Dollar hatte und zum Jahr 2022 wahrscheinlich einen Wert von 41 Milliarden Dollar erreichen wird. 2028 könnte der Markt für Kleidung aus zweiter Hand in den USA einen Wert von 64 Milliarden Dollar erreichen.

„Die Kunden von heute füllen ihre Kleiderschränke nicht mehr einfach nur blind mit irgendwelchen Sachen. Sie wollen vor allem etwas kaufen, das sinnvoll ist und länger hält. Gleichzeitig möchten sie Kleidung aussortieren, die sie nicht mehr tragen“, erklärt Susan Reda, Redakteurin von STORES – der Zeitschrift von NRF, in einem Blog-Beitrag. „Wir alle haben viel zu oft Kleider in unserem Schrank herumhängen, von denen wir noch nicht einmal das Preisschild entfernt haben. Gründe dafür sind, dass uns die Klamotten eigentlich nicht gepasst haben und wir extra dafür abnehmen wollten; oder das Kleidungsstück sah dann doch nicht mehr so schön aus wie im Laden.“

Folglich müssen Einzelhändler sich bemühen, die immer weiter in den Vordergrund rückenden Kaufabsichten der Kunden bei der Online-Suche zu berücksichtigen. Wenn Sie Second-Hand-Produkte verkaufen, Gegenstände vermieten oder anderweitig Abonnements anbieten, dann ist dieser Bereich für Sie so vielversprechend wie nie zuvor – aber auch viel härter umkämpft. Als Marke ist es Ihre Aufgabe, Antworten auf die immer komplexer werdenden Fragen ihrer Kunden zu geben: Ganz egal, wo sie gerade suchen – sie stellen Fragen zu Second-Hand-Waren, Recycling und umweltfreundlichen Initiativen.

2. Kundenerfahrungen bei Website-Suchen werden wichtiger denn je.

Man könnte meinen, dass die eigene Website immer weiter an Bedeutung verliert, da Marken mehr und mehr Umsatz über Instagram und No-Click-Searches generieren. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Bedeutung eines nahtlosen und personalisierten Sucherlebnisses auf Ihrer Website ist größer als je zuvor. 

Tatsächlich haben 48 Prozent der Kunden die Website einer Marke verlassen und daraufhin bei der Konkurrenz eingekauft, weil ihr Sucherlebnis nicht personalisiert genug gewesen ist. Außerdem ist zu bemerken, dass insbesondere Website-Besucher Ihre wertvollsten Kunden sind: Website-Suchen sind um das 1,8-Fache effektiver, wenn es darum geht Kunden zu konvertieren.

Nehmen wir an, eine Kundin sucht auf Ihrer Website nach einem „roten Cocktail-Kleid für eine Hochzeit“. Können Sie die Kundin direkt zu der Seite weiterleiten, wo sie genau dieses Kleid kaufen kann? Oder erscheint in Ihren Suchergebnissen nur eine Reihe von Links zu Seiten, auf denen lediglich die Wörter „Kleid“ und „rot“ vorhanden sind? 2020 wird es wichtiger denn je sein, direkt auf die spezifischen Fragen der Kunden zu antworten, damit sie Kaufentscheidungen einfacher treffen können und nicht zur Konkurrenz übergehen.

3. Es wird mehr Erlebnisse und Events im Bereich des Einzelhandels geben – und Kunden müssen darauf aufmerksam gemacht werden.

Der Erfolg von anfangs ausschließlich online agierenden Marken im stationären Handel hat bestätigt, dass im Zeitalter von Amazon E-Commerce allein nicht der beste Weg ist, um erfolgreich zu sein. Und Unternehmen haben sich ein Beispiel an einigen der Strategien dieser Marken genommen. 

Das Event-Marketing ist dabei eine der wichtigsten. 

Event-Marketing ist stark im Kommen und Unternehmen gewinnen neue Kunden, indem sie dynamische Events in ihren Geschäften veranstalten sowie zusätzlich Pop-up-Events ausrichten. Pop-up-Geschäfte allein generieren rund 80 Milliarden Dollar pro Jahr.

Ein wesentlicher Faktor ist heute, seinen Kunden etwas zu bieten, das sie online nicht bekommen können – nämlich ein einzigartiges, greifbares Erlebnis mit Ihrer Marke. Nehmen wir zum Beispiel die „Winter-Erfahrung“, mit der Canada Goose bei potenziellen Kunden für Aufsehen gesorgt hat. In seinem Ausstellungsraum in Toronto gab das Unternehmen Kunden die Möglichkeit, seine Jacken bei zwölf Grad unter Null anzuprobieren. Dabei waren sie von Videowänden umgeben, auf denen die raue Landschaft Kanadas zu sehen war. Danach bekamen die Kunden die Gelegenheit, mit Unterstützung eines Mitarbeiters online nach einem passenden Artikel zu suchen. Im Ausstellungsraum selbst gab es keine Jacken zu kaufen.

Der primäre Schlüssel zum Erfolg solcher Events ist jedoch, dass Verbraucher überhaupt erst von ihnen erfahren. Jede Customer Journey beginnt mit einer Suche. Und während Kunden zwar Ihre permanenten Filialen oder ihre Website problemlos finden können, stellt es sich etwas schwieriger dar, kurzfristige Installationen und lokale Veranstaltungen in den Suchergebnissen erscheinen zu lassen.

Um auf der Erfolgswelle dieses Trends reiten zu können, sollten Ihre Kunden in der Lage sein, jedes Ihrer Events zu finden. Alle Veranstaltungen benötigen eine eigene URL und die Informationen sollten immer aktuell sein – ganz egal, wo Kunden gerade suchen. Wenn Sie mehr über Event-Marketing erfahren möchten, dann klicken Sie hier.

Sie möchten mehr über die Suche im Jahr 2020 erfahren?Dann lesen Sie in unserem aktuellen E-Book die Marketing-Prognosen von zehn Experten, die für Unternehmen wie Microsoft, Adobe und Yum! Brands arbeiten.

Finden Sie heraus, wie Ihr Unternehmen suchenden Konsumenten verifizierte Antworten liefern kann. So wird Ihr Unternehmen leichter gefunden und Ihr Umsatz steigt.

Jetzt starten