Such-Trends 2020: Deutsche suchen online aktiver und hinterlassen immer häufiger Bewertungen

Wir freuen uns, neue Erkenntnisse über Veränderungen des Online-Suchverhaltens der Deutschen in den vergangenen zwölf Monaten zu teilen. Danach werden die Nutzer in Deutschland online immer aktiver: Die Anzahl der Menschen in Deutschland, die Unternehmen, Filialen und Standorte von Yext-Kunden bewerten, von 2018 auf 2019 um 46 Prozent gewachsen. Die Daten, die aus einer branchenübergreifenden Stichprobe von etwa 10.000 Geschäftsstellen von Yext-Kunden in Deutschland stammen, lassen Rückschlüsse darüber zu, wann und wie Verbraucher im Jahresverlauf online nach Unternehmen suchen.

Zudem wurden die Yext-Kunden nach Branchen kategorisiert, so dass es möglich ist, das Such- und Klickverhalten der Deutschen in bestimmten Branchen im Verlauf eines Jahres zu analysieren. Es liegen Daten für die Branchen Automobil, Bildung & Nonprofit, Finanzdienstleistungen, Gastronomie, Gesundheitswesen, Professional Services beziehungsweise Unternehmensdienstleistungen, Einzelhandel und Telekommunikation vor.

Die drei wichtigsten branchenübergreifenden Ergebnisse sind:

  1. Konsumenten in Deutschland werden bei ihrer Online-Suche „aktiver“: In Unternehmenseinträgen wie etwa bei Google Maps wuchs die Anzahl von Folgeklicks, nachdem die erste Suchergebnisseite angezeigt wurde, im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent. Hierbei wird etwa auf Links wie „Routenplanung zum Unternehmen“ oder die angezeigte Telefonnummer geklickt, um direkt in der Filiale anzurufen. Zum Vergleich: In den USA ist die Anzahl von Folgehandlungen im gleichen Zeitraum um 17 Prozent gewachsen.
    Dieses Wachstum der Folgeklicks nach Anzeigen eines Suchergebnisses ist bemerkenswert, denn die reinen „Impressionen“, bei denen keine Folgehandlungen unternommen werden, sind im entsprechenden Zeitraum unverändert geblieben. Dies könnte daran liegen, dass Suchende heute schneller finden, was sie suchen.
  2. Online-Bewertungen von Unternehmen und deren Produkten durch Konsumenten nehmen weiter zu – vor allem in Deutschland: Die Anzahl der Reviews pro Unternehmensstandort/Filiale stieg im Jahresverlauf um 46 Prozent. Unternehmen profitieren von positiven Reviews, weil mit ihrer Anzahl unter anderem die Bedeutung der Webseite für Suchmaschinen steigt. 
  3. Gleichzeitig steigt die Zahl der Antworten auf Bewertungen. Die analysierten Unternehmen antworteten um 135 Prozent häufiger auf Bewertungen von Konsumenten als im Jahr zuvor – im Ländervergleich der 26 untersuchten Länder ist diese Entwicklung in Deutschland am stärksten.

„Die Zahl der Suchanfragen von Verbrauchern schwankt je nach Branche und Jahreszeit“, sagt Barbara Eigner, VP Marketing & Sales Development, EMEA bei Yext. „Wichtig ist deshalb, den Absichten des Verbrauchers mit gepflegten Online-Daten auch unabhängig von der Jahreszeit zu begegnen. Nutzer in Deutschland suchen aktiver und bewerten häufiger, als es noch 2018 der Fall war. Unternehmen, die ihre Daten in Verzeichnissen wie bei Google, Gelbe Seiten, Facebook und Co. pflegen und auf Bewertungen von Konsumenten antworten, können damit die Zahl ihrer zufriedenen Kunden und damit ihren Umsatz erhöhen.“ 

Neben diesen branchenübergreifenden Entwicklungen hat Yext zusätzlich analysiert, wie sich das Klickverhalten auf digitale Geschäfts- oder Unternehmenseinträge (sogenannte „Listings“, wie sie es zum Beispiel bei Google gibt) von Konsumenten in Deutschland im Laufe eines Jahres entwickelt hat. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von August 2018 bis August 2019.

Januar – Hochsaison bei Arzt- und Apothekenbesuchen: Im Januar gab es im Vergleich zum Vormonat 32 Prozent mehr Klicks auf „Listings“. Laut dem Robert-Koch-Institut begann in der zweiten Januarwoche eine Grippewelle. Schnelle Hilfe von Ärzten und Apotheken kann dabei in manchen Krankheitsfällen lebensentscheidend sein – entsprechend wichtig sind aktuelle Daten wie Öffnungszeiten und Standorte, aber auch Telefonnummern.

Februar – Flaute bei Einzelhändlern: Die Wintermonate nach Weihnachten gelten im deutschen Einzelhandel traditionell als Monate mit unterdurchschnittlichem Umsatz. Dies spiegeln auch die Klickzahlen wider: 20 Prozent weniger Klicks als im Jahresdurchschnitt konnten Händler hier verzeichnen.

März – Bemerkenswerter Sprung bei den Finanzdienstleistern: beispielsweise schnellten Klicks auf die Routenberechnung zu Geschäftsstellen von Banken in diesem Monat um 16 Prozent über dem Jahresdurchschnitt in die Höhe.

April – Nach unterdurchschnittlichen Klickraten in den ersten drei Monaten des Jahres steigen die Klicks auf Online-Einträge von Gastronomiebetrieben ab April erstmals leicht über den Jahresdurchschnitt. Möglicherweise bestellen ab April nach den Fastenwochen wieder mehr Menschen Essen online oder suchen sich ein neues, gut bewertetes Restaurant in ihrer Nähe aus.

Mai – In diesem Monat erreichen die Suchen nach sogenannten Unternehmensdienstleistungen mit 17 Prozent über dem Jahresdurchschnitt den höchsten Wert. Zu dieser Branche zählen wissensintensive Dienstleistungen wie Unternehmens- und Personalberatungen, Kanzleien, Ingenieursdienstleister und Wirtschaftsprüfungsunternehmen.

Juni und Juli – Im Nonprofit-/NGO- und Bildungssektor sanken in den ersten beiden Sommermonaten die Suchanfragen signifikant. Hier könnten Schul- und Semesterferien eine Rolle spielen. Außerdem erreichen die Klicks auf Profile von Automobil-Unternehmen wie zum Beispiel Autohäuser im Juli mit 29 Prozent über dem Jahresdurchschnitt den höchsten Wert des Jahres.

August – Im Sommer suchen besonders viele Menschen in Deutschland nach Gastronomiebetrieben wie etwa (Fast-Food-)Restaurants und Gaststätten. Wie auch bereits im Juli lagen die Suchanfragen jeweils 29 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Offenbar spielen die Deutschen im Sommer häufiger mit dem Gedanken, auswärts zu essen.

September – Vor allem die Filialen von Telekommunikationsdienstleistern erlebten in diesem Monat einen Rückgang an Klicks um rund 18 Prozent. Im September enden in fast allen Bundesländern die Sommerferien und die meisten Menschen kehren zurück in Ihre Arbeitsroutinen – womöglich drückt dies die Shoppinglaune.

Oktober – Viele Menschen scheinen im Oktober nochmals intensiver als in den nachfolgenden Wintermonaten über ein neues oder alternatives Auto nachzudenken. Erst im März erreichten die Suchanfragen nach Autohäusern und -händlern wieder einen höheren Wert als im Oktober.

November – Hier stiegen die Recherchen nach Finanzdienstleistern ein letztes Mal an, bevor sie zur Weihnachtszeit im Dezember auf den niedrigsten Stand des Jahres fallen.

Dezember – Im Dezember dreht sich alles um Konsum – Geschenke werden gekauft, das Fest vorbereitet. Entsprechend steigen die Online-Suchen nach Einzelhändlern auf 4 Prozent über den Jahresdurchschnitt an. Für die ernsten Dinge im Leben bleibt da wenig Platz: Finanzdienstleister und Bildungsanbieter verzeichneten Klickzahlen auf Google, die bei 30 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt lagen.

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