KI hat nichts mit Robotern zu tun. Sondern mit intelligenteren Antworten.

So wirkt sich KI auf Ihr Unternehmen aus

Künstliche Intelligenz wird bis 2030 voraussichtlich 15,7 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft beitragen, und die geschäftlichen Vorteile der KI machen sich mittlerweile in allen Branchen bemerkbar.

Dennoch herrscht Unklarheit darüber, was es wirklich bedeutet, eine KI-Strategie zu entwickeln und umzusetzen und wie man solch eine Strategie an den wichtigsten Unternehmenszielen ausrichtet. David Neway, Head of Marketing bei IBM Watson Advertising, hilft bei der Beantwortung der wichtigsten Fragen, die im Mittelpunkt der KI-Revolution stehen – und erklärt, warum es nicht wirklich um Roboter geht.

Es gibt heutzutage viele verschiedene Meinungen darüber, was der Begriff KI-Strategie eigentlich bedeutet. Welche konkreten Vorteile haben Marken durch die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz?

Wir definieren KI gerne als „erweiterte Intelligenz“ vs. „künstliche Intelligenz“. Wir sehen einerseits, dass KI dazu in der Lage ist, die menschliche Entscheidungsfindung zu optimieren und sogar noch bessere Ergebnisse zu erzielen, wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Im Gegensatz dazu steht der Einsatz von KI, um die menschliche Erfahrung zu ersetzen. 

KI bietet heute so viele Vorteile für Marken, von der Einflussnahme auf den Verkauf und die Einbindung des Kunden über effizientere Betriebsabläufe bis hin zur Generierung von Einblicken durch eine tiefgreifende Analyse. Und all das, weil strukturierte und unstrukturierte Daten sinnvoll ausgewertet werden. Gerade im aktuellen Zeitalter sind wir mehr als bereit für enorme Fortschritte in der Art und Weise, wie wir KI nutzen. Das hat mehrere Gründe:

  1. Die Verbreitung von Daten (und die Tatsache, dass der Mensch nicht in der Lage ist, all diese Daten zu analysieren)
  2. Die schnellere Datenverarbeitung
  3. Die Verschiebung hin zu Cloud-basierter Speicherung, wodurch sich nahezu unendlich viele Daten speichern lassen

In welchen Branchen ist die KI Ihrer Meinung nach besonders präsent?

Die Frage sollte vielmehr lauten: „Welche Branche wurde bisher nicht positiv durch KI beeinflusst?“. Hier sind einige interessante Beispiele aus unserer Arbeit:

  • Im Bereich der Finanzdienstleistungen wäre da beispielsweise H&R Block. Die Steuerberatungsgesellschaft hat KI an seinen Einzelhandelsstandorten in einer Technologie eingesetzt, die auf Endanwender ausgerichtet ist. Grundlage bildete IBM Watson und Ziel war es, das Kundenerlebnis zu optimieren. Die Lösung setzte auf die Cloud-basierten Services von Watson, um Kontext zu verstehen, Absichten zu interpretieren und Schlussfolgerungen zwischen Aussagen der Kunden und relevanten Abschnitten in ihrer Steuererklärung zu ziehen. Watson lernte an der Seite der Steuerexperten von H&R Block, während Kunden durch den Steuererklärungsprozess geführt wurden, und schlug anschließend vor, in welchen Bereichen er oder sie möglicherweise Anspruch auf Steuerabzüge und Steuerfreibeträge hat.
  • Daybreaker – ein Anbieter, der morgendliche Tanzpartys ausrichtet, die um 6 Uhr mit einem Workout beginnen – arbeitete mit IBM zusammen, um die erste „kognitive Tanzparty“ zu veranstalten, unterstützt durch die KI von Watson. Bei der Registrierung nutzten die Teilnehmer einen Service namens „Watson Personality Insights“, um anhand von Tweets oder einer kurzen Umfrage eine Analyse ihrer ausgeprägtesten Persönlichkeitsmerkmale vornehmen zu lassen. Jeder Persönlichkeit wurde eine Farbe zugewiesen, lila für verantwortungsbewusst, rot für aufgeschlossen und gelb für ausdrucksstark. Die Tänzerinnen und Tänzer trugen die für sie ausgesuchte Farbe während der Veranstaltung. Für die Farbgruppen wurden außerdem vor der Tanzparty spezielle Fitnessaktivitäten festgelegt. Yoga für die lila Teilnehmer, Capoeira für die rote Gruppe und hochintensives Intervalltraining für das gelbe Team.
  • Im Einzelhandel ist Macy’s On Call die erste KI-Lösung ihrer Art, die das Einkaufserlebnis im Ladengeschäft verbessern soll. Kunden können das Tool nutzen, um in ausgewählten Macy’s-Kaufhäusern nach Waren-, Marken- und Produktkategorie zu navigieren – und um Einblicke in die einzigartigen Angebote dieses Händlers zu erhalten.

Viele Unternehmen interessieren sich besonders für KI-Assistenten (oder auch „Chatbots“), wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Was können Sie zum Thema „Intelligentes Gesprächsmarketing“ sagen?

Kunden wollen Antworten, und Marken müssen auf die wichtigsten Fragen reagieren, die ein Kunde auf der von ihm verwendeten Plattform zu einem bestimmten Produkt oder einer Leistung stellt. Aus diesem Grund haben Erlebnisse, die auf gesprächsorientiertes Marketing ausgerichtet sind – und Chatbots sind ein solches Erlebnis – besonders viel Potenzial. Sie können nämlich helfen, intelligentere Antworten zu geben.

Watson Ads wurde entwickelt, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden und hilft dabei, Kunden Empfehlungen für eine bestimmte Produktvariante bereitzustellen. Diese Empfehlungen basieren auf vorher vom Kunden angegebenen Informationen. Watson Ads nutzt die Technologie von Watson, um Marken dabei zu unterstützen, persönliche Dialoge jeder Größenordnung mit Verbrauchern zu führen, relevantere Informationen als bisher in einer Werbeeinheit zu liefern und Marketern dabei zu helfen, schneller als je zuvor Produkteinblicke zu erhalten. Watson Ads wurden erstmals auf den Kanälen von The Weather Channel eingesetzt, können nun aber von Werbetreibenden auf fast jedem digitalen Kanal verwendet werden. So ist sichergestellt, dass diese Lösungen Kunden überall dort begegnen, wo sie Unterstützung brauchen. 

Kommen wir nun zur letzten Frage: Ein KMU könnte der Meinung sein, dass KI seinem Geschäft nicht viel nützen wird, da keine umfangreichen Kundendaten vorhanden sind. Was würden Sie solch einem Unternehmen raten? Gibt es eine Möglichkeit, wie die Fortschritte in der KI auch kleineren lokalen Unternehmen helfen können?

Ja! Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Unternehmen viele Daten benötigen, um Künstliche Intelligenz nutzen zu können. Das stimmt so nicht. Watson zum Beispiel kann sogar schon aus kleinen Datensätzen lernen. Die Qualität Ihrer Daten, nicht die Quantität, macht den Unterschied.

Schließlich kann KI kleinen Unternehmen helfen, Arbeitsabläufe neu zu gestalten. Sie kann dazu beitragen, dass die Prozesse Ihres Unternehmens intelligenter werden. Zum Beispiel lässt sich Watson in Ihre Arbeitsabläufe einbetten, um KI immer dann einzusetzen, wo und wann sie gebraucht wird, was für ein KMU genauso sinnvoll ist wie für ein multinationales Unternehmen.

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