Die Auswirkungen der Pläne von Google auf den Bereich „Digital Discovery“

Google feierte sein 20. Jubiläum, indem das Unternehmen sein Hauptanliegen seit jeher noch einmal hervorhob – die Organisation aller Informationen der Welt und deren universelle Bereitstellung. Außerdem kündigte Google an, wie Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz nun diese Aufgabe beeinflussen.

Die Vision, die Google in einer Reihe von Blogeinträgen ausführt, zeigt die dramatischen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz (KI) auf das Benutzererlebnis der Suchenden sowie auf das Format und die Relevanz der Suchergebnisse in den neu entstehenden „Discovery“-Diensten. Fachleute im Digitalmarketing müssen unbedingt verstehen, wie die KI das Verbrauchererlebnis schon heute und in Zukunft beeinflussen wird, um die Auffindbarkeit ihrer Marken durch die Kunden zu gewährleisten.

Im Hinblick auf das nächste Kapitel von Google spiegeln die „grundlegenden“ Veränderungen wider, wie Menschen Informationen finden, die Sie unmittelbar brauchen:

Journey vor Query

Googles eigene Ergebnisoptimierung, das Aufkommen der mobilen Suche und die wachsende Akzeptanz von sprachgestützten Diensten haben schnelle und prägnante Antworten auf Fragen wie „wie viele Kalorien hat ein Big Mac?“ oder „wo ist der nächste Geldautomat?“ geliefert. Aber unsere Suchanfragen sind oft Teil größerer Rechercheaktionen: Umzug in eine neue Stadt oder die Suche nach umfassenden Informationen zu einem Arzt, oder auch die Überlegung eines großen Kaufs wie ein Auto oder ein Haushaltsgerät.

Google verspricht neue Funktionen, um Benutzer dabei zu unterstützen, vorherige Suchen wieder aufzunehmen und zu erweitern. So soll es Benutzern leichter gemacht werden, etwas neues zu Themen, Orten und Produkten zu erfahren, zu denen sie mehr wissen möchten. Eine neue Funktion von Google sind die „Aktivitätskarten“: praktisch ein Update für die zwei Jahre alten „Informationskarten“. Die Aktivitätskarten zeigen relevante Informationen in Google Assistant an, die sich auf Ihre Interessen beziehen – sogar, wenn Sie gerade keine bestimmte Suchanfrage stellen.

Erweiterte Informationsverwaltung und erweiterte „Discovery“

Die Verbreitung von KI und maschinellem Lernen treiben personalisierte Dienste voran und bald werden Antworten schon bereitstehen müssen, bevor die Nutzer überhaupt danach fragen. Für Google bedeutet das, von der Reaktion auf abgegebene Suchanfragen auf die Bereitstellung einer „abfragelosen“ Informationsabrufmethode umzustellen.

Genauso wie Aktivitätskarten die Weiterentwicklung des Google-Feed verdeutlichen, macht auch Googles Methode zur Bereitstellung relevanter Inhalte und Informationen große Fortschritte. Statt besonderen Wert auf die Beliebtheit eines Informationselements zu legen, werden Verbrauchern Inhalte angezeigt, die auf ihre speziellen Interessen zu einem bestimmten Moment abgestimmt sind (besonders, wenn Verbraucher von ihren Smartphones oder Sprachassistenten direkt Informationen haben möchten).

Zudem ist Schnelligkeit nicht die einzige Eigenschaft, die die neuen Discovery-Tools von Google betonen. Es werden noch tiefergehende Einstiege in die von Benutzern gezeigten Interessenbereiche versprochen. Daher ist es für Marken nicht mehr genug, aktuelle und präzise Informationen zu haben. Läden und Shops können nicht mehr nur „für Mobilgeräte optimiert“ sein. Aktuell sind das schlicht schon die Starteinsätze. Jetzt und in Zukunft wird es für die Marken immer wichtiger werden, Informationen mit mehr Details und Tiefgang zu haben als ihre Konkurrenten – die außerdem korrekt strukturiert sein müssen, damit Google und andere Such- und Discovery-Dienste diese auswerten können.

Visuelle Informationen

Während die sprachgestützte Suche im vergangenen Jahr explosiv gewachsen ist, verbessert sich auch die Technologie zur Unterstützung visueller Suchen. Google nutzt diese Fortschritte, um mehr reichhaltige und relevante Bild- und Videosuchergebnisse über Google Bilder und Google Lens zur Verfügung zu stellen. So helfen Sie Benutzern dabei, die gewünschten Informationen mit ihrer Smartphone-Kamera statt mit einem Suchbegriff zu finden.

Alle diese Fortschritte zeigen die Weisen, auf die KI die Berührungspuntke verändert, die Verbraucher nutzten, um digitale Informationen mit Echtzeit-Aktivitäten in der echten Welt zu verknüpfen.

Was bedeutet all das für digitale Marketing-Fachleute? Einerseits stellt die gesteigerte Individualisierung digitaler Informationen eine Chance dar, Ihre Marke und Produkte vor Verbrauchern mit starker Kaufabsicht zu platzieren. Andererseits: Wie können Sie Verbrauchern beim Finden Ihres Unternehmens in einer Welt helfen, in der Google diese individuellen Informationen bereitstellt? Durch die Pflege der umfassendsten, konsistentesten, aktuellsten und visuell überzeugendsten Unternehmensdaten und Marken-Assets auf allen interaktiven Berührungspunkten. Mehr als je zuvor konkurrieren Marken um „die beste Antwort“ im System von Google und dazu braucht es mehr als nur Keyword-Management. Dafür muss man die Suchabsichten der Kunden nachvollziehen und eine wirksame Strategie zur Verwaltung der digitalen Informationen der Marke erarbeiten, um diese an den Absichten auszurichten.

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