Bericht zu den Fortschritten bzgl. der Suchfunktion in iOS 9: Universelle Links

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Verbraucher verwenden 87 % der Zeit, in der sie mobile Geräte nutzen, auf Apps und nur 13 % auf mobilen Browsern. In iOS 9 berücksichtigt Apple dieses Verhalten und leitet Nutzer, die in Spotlight, Safari und Siri suchen, auf mobile Apps statt auf mobile Websites weiter, wie es noch bei früheren Versionen von iOS der Fall war.

Diese Änderung hat weitreichende Auswirkungen für den Bereich der mobilen Suche. Vor diesem Hintergrund haben wir unser Produkt für mobile Seiten Screens speziell so konzipiert, dass es Marken die Möglichkeit bietet, sich in der sich verändernden mobilen Landschaft behaupten zu können. Screens fügt Profile aller Ihrer Standorte in die mobile App Ihrer Marke ein, damit sie in Suchergebnissen in iOS 9 erscheinen. Dies wiederum ermöglicht es Marken, mobilen Suchtraffic zu nutzen und so mehr Besucher in ihre Geschäfte zu bringen sowie gleichzeitig mehr App-Downloads zu generieren.

Um unseren Kunden ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie bedeutend diese Änderungen seitens Apple sind, haben wir einen Bericht mit dem Titel Optimierung standortbezogener Suche für iOS 9verfasst und ein Webinar mit Andrew Shotland von LocalSEOGuide veranstaltet. Beide bieten eine hervorragende Einführung darin, was man von der Suche in iOS 9 erwarten darf.

Unsere Screens-Implementierungen haben uns einen tieferen Einblick in die Einführung der Suchfunktion in iOS 9 seitens Apple gegeben. Dieser Post ist der erste von zweien, in denen es darum geht, was wir in Bezug auf die Suchfunktion in iOS 9 live sehen und wie sich dies im Vergleich zur Funkionalität verhält, die Apple vor der Einführung im September 2015 beschrieben hatte.

Dieser Post beschäftigt sich insbesondere mit dem Verhalten universeller Links in iOS 9. In Teil II geht es dann um App-SEO und darum, was wir seit der Einführung von iOS 9 über Suchindizierung gelernt haben. Da die Suchfunktion in iOS 9 noch neu ist, gehen wir davon aus, dass es künftig weitere Änderungen geben wird.

Universelle Links

Mobile Entwickler sind in zwei Welten gleichzeitig zuhause: in der Welt des Webs und in der Welt der Apps. Bevor es universelle Links gab, waren diese zwei Welten vollkommen getrennt. Beide verfügten jeweils über eine eigene Art von Links: Weblinks und Deep Links. Über Weblinks ließen sich nur Websites öffnen und über Deep Links nur Apps. Universelle Links verknüpfen die Welt von Apps mit der Welt des Webs, so dass jetzt über eine einzige Art von Link sowohl Apps als auch das Web erreicht werden können.

Aus den Daten geht zwar hervor, dass Nutzer Apps bevorzugen, doch bis dato waren Weblinks die sicherere Wahl für Marken in Bezug auf ihre digitale Präsenz, da nicht jeder Nutzer zwingend die entsprechende App installiert hat.

Mithilfe universeller Links können Entwickler jetzt einen einzigen Link nutzen, der App-Nutzer auf die App einer Marke verweist und Nutzer, die die App nicht installiert haben, auf eine mobile Website weiterleitet. So können Marken die Schlagkraft der Suchfunktion nutzen, um Engagement unter den bestehenden Nutzern ihrer App zu generieren und gleichzeitig auch Verbrauchern, die die App nicht installiert haben, eine tolle Erfahrung bieten.

Universelle Links in iOS 9

Mit universellen Links in iOS 9 kann jeder Link – in der Suchfunktion, im Web, in einem Text oder einer E-Mail –direkt auf eine spezifische Ansicht innerhalb einer App verweisen, wenn der Nutzer die App bereits installiert hat. Nutzer, die die App der Marke noch nicht installiert haben, werden stattdessen auf die entsprechende mobile Website weitergeleitet.

Für App-Nutzer schafft dies einen nahtlosen Übergang von der Suchfunktion oder dem Web in eine App, wobei der Nutzer nach dem Öffnen der App keine weitere Suche oder Navigation durchführen muss. Diese Funktion ist ein zentraler Bestandteil der Benutzererfahrung von iOS 9, bei der In-App-Erfahrungen der Vorzug gegenüber dem mobilen Web gegeben wird.

Universelle Links öffnen im Allgemeinen standardmäßig eine App, sofern der Nutzer diese installiert hat. Der Ort, von dem aus verlinkt wird, und das Verhalten des Nutzers bei früheren Interaktionen mit universellen Links von der gleichen Domain können sich jedoch auf dieses Standardverhalten auswirken.

Standardverhalten: Wenn ein App-Nutzer auf einen universellen Link klickt, gelangt er automatisch zu einer bestimmten Ansicht innerhalb der App. In untenstehendem Beispiel hat ein Yelp-Nutzer einen universellen Link in iMessage angeklickt, woraufhin sich eine Kartenansicht mit Suchergebnissen für „Mexikanisch in New York“ in der Yelp-App geöffnet hat. Dies verbessert die Erfahrung des Nutzers, indem es ihn direkt auf für ihn relevante Inhalte führt.

Durch Folgendes könnte sich dieses Standardverhalten verändern: 

•  Wenn der Nutzer den universellen Link gedrückt hält, statt ihn nur anzutippen, kann er sich dafür entscheiden, den Link in Safari (z. B. auf der mobile Website) statt in der App zu öffnen.

•  Wenn der Nutzer bei der jeweiligen Ansicht innerhalb der App angelangt ist, kann er oben rechts auf einen weiterführenden Link klicken, um stattdessen zu den entsprechenden Webinhalten zu gelangen – wie im Beispiel mit Yelp unten. Hierdurch verändert sich das künftige Verhalten universeller Links von diesem Entwickler: Jedes Mal, wenn der Nutzer künftig einen universellen Link von der Domain yelp.com anklickt, wird er auf die mobile Website weitergeleitet.

Standardverhalten universeller Links: Ein Yelp-Nutzer klickt in iMessage auf einen universellen Link und wird direkt zu einer Ansicht mit relevanten Suchergebnissen in der Yelp-App geführt.

Wenn der Nutzer auf den weiterführenden Link oben rechts auf dem Bildschirm klickt, gelangt er zu den entsprechenden Inhalten im mobilen Web. Intelligente Banner geben dem Nutzer die Möglichkeit, wieder zur App zurück zu gelangen.

Das untenstehende Beispiel mit der Yext-App veranschaulicht die Pfade, die ein Nutzer bei der Interaktion mit universellen Links einschlagen kann: 1. von einer nativen App (z. B. iMessage) zur App einer Marke, 2. von der App einer Marke zu Safari und 3. von Safari zur App einer Marke.

1. Über einen Link zum New Yorker Standort von Yext in iMessage öffnet sich eine Ansicht direkt in der App von Yext.

2. Der Link zu „yext.com“ oben auf der App-Ansicht ermöglicht es dem Nutzer, die Seite in Safari zu öffnen. In Safari wird ein intelligentes Banner angezeigt, über das der Nutzer zur entsprechenden Ansicht innerhalb der Yext-App zurück gelangen kann.

3. Wenn der Nutzer den universellen Link in Safari antippt und gedrückt hält, wird ihm ein Auswahlmenü angezeigt, in dem er sich dafür entscheiden kann, die entsprechende Ansicht in der Yext-App zu öffnen.

1. Standardverhalten universeller Links: Ein Nutzer der Yext-App klickt in iMessage auf einen universellen Link und wird direkt an eine bestimmte Ansicht innerhalb der Yext-App verwiesen.

2. Wenn der Nutzer auf den weiterführenden Link oben rechts in der App-Ansicht klickt, werden ihm die entsprechenden Inhalte im mobilen Web angezeigt. Intelligente Banner geben dem Nutzer die Möglichkeit, zur App zurückzukehren.

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3. Wenn der Nutzer den universellen Link in Safari gedrückt hält, kann er sich dafür entscheiden, zur entsprechenden Ansicht in der Yext-App zurückzukehren („Open in ‚Yext‘“).

In den Situationen 2 und 3 kann sich der Nutzer weiterhin für eine mobile Website statt einer App entscheiden, doch das Standardverhalten des universellen Links, auf eine bestimmte Ansicht innerhalb der App zu verweisen, spiegelt die Präferenz von iOS 9 für Apps wider.

Warum sollten Sie universelle Links verwenden?

Mit universellen Links können Marken und Entwickler ihre Apps und Websites enger verknüpfen. Wenn bestimmte Inhalte sowohl in einer App als auch auf einer Website vorhanden sind, sollten Marken und Entwickler dafür sorgen, dass über die gleiche URL auf diese Inhalte zugegriffen werden kann, sowohl in der App als auch auf der Website.

Universelle Links bieten Marken zudem eine schnelle, und einfache Möglichkeit, ihr App-Engagement zu erhöhen, indem sie Nutzer jedes Mal auf die App verweisen, wenn sie einen Link anklicken.

Marken und Entwickler sollten zudem dafür sorgen, dass ihre Apps und Websites richtig annotiert sind, damit sie im Suchindex von Apple angezeigt werden können. Jetzt, da Apps verlinkbar sind, macht Apple sie auch durchsuchbar. Im Bereich mobile Suche die Nase vorn zu haben, gibt Marken einen wichtigen Vorteil in Bezug auf die Gewinnung neuer Kunden und die Förderung von App-Downloads. Wir werden dies in Teil II des Berichts zu den Fortschritten in Bezug auf die Suchfunktion in iOS 9 ausführlicher besprechen.

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